Champions League Finale in Madrid

Tagebuch der Auswärtsfahrt mit den

Bayernfreunden

written and copyright by Matthias Kocher

 

Abfahrt von Mindelheim zur Prime time sprich 20:15, nachdem Vorstand eine halbe Stunde zu spät waren. Die Fahrt beginnt; alle halten erstmal ihre obligatorische Rede angefangen von Busfahrer Max und Karl-Heinz über Roland und Toni (Reiseleiter und Organisator). Die Stimmung im Bus noch eher etwas ruhig. Nach einer guten Stunde um 21:28 haben wir die Grenze nach Österreich passiert. Hinten gibt’s  Asbach Cola und ich durfte vorne einen hervorragenden Caipi von Karin genießen. Vorne beim Busfahrer wurde dann Rio´s Bayern DVD eingelegt und wir haben uns vergangene Erfolge und schmerzhafte Niederlagen noch mal angesehen, um zu wissen, was wir am Samstag besser machen müssen. Leider ohne Erfolg - wie wir jetzt alle wissen. Um 21:45 haben wir die Grenze zur Schweiz passiert, ohne Kontrollen der örtlichen Behörden und noch immer ohne Rauch- oder Pinkelpause - ziemlich gut für den Anfang. Um 22:25 war es dann soweit - die erste Pause auf einem Parkplatz in der Nähe von St. Gallen wird eingelegt mit einer Dauer von 30 min. Wieder im Bus läuft zum ersten Mal „Sweet Caroline“ (Handball EM-Song). Jetzt präsentiert Roland seinen Musikgeschmack, der nicht schlecht ist, wenn man die häufigen Wiederholungen raus lässt. Wir sind jetzt um 23:30 an Wülflingen vorbei -  also irgendwo in der Schweizer Pampa. Um 23:40 Uhr kurz vor Zürich (immerhin das kenn‘ ich noch). 23:55 Uhr - jetzt sind es weniger als  tausend Kilometer nach Santa Susann. Um 0:45 Uhr legen wir dann die 2. Pause ein, damit auch verbunden der erste Fahrerwechsel; ab jetzt fährt uns:  Karl-Heinz alias Hansi Hinterseer oder auch Heinzi genannt (naja auf jeden Fall wisst ihr, wenn ich meine). Dann geht’s nach einer Zigarette gleich weiter ohne langen Aufenthalt. Zum wieder Einstieg in die nächste Fahrperiode unserer Reise läuft zum 2. Mal „Sweet Caroline“. Danach folgt eine Ansprache von Roland, was er da von uns wollte - keine Ahnung - aber er findet ja immer einen Grund für eine Ansprache - ist wohl allen bekanntJ. Es folgen dann sehr zum Leid vom Hans Riedel „Sweet Caroline“ - die dritte und vierte. Die ersten im Bus legen dann eine schöpferische Pause ein ( sprich schlafen) - ob jetzt aufgrund zu hohem Hopfengehalt im Körper oder einfach nur der Müdigkeit geschuldet, vermag ich nicht zu sagen. Um 2:45 Uhr ist es dann mal wieder soweit für eine kurze Pause. 3:40 Uhr - Wir passieren die Grenze nach Frankreich, es läuft leise der Film „Xaver“. Die eine Hälfte schläft, die andere Hälfte schaut sich einen weiteren Film an. Kurz vor Lyon - es ist gerade 5:30 Uhr - der Bus wird langsam wieder wach, die ersten holen sich ein Bier,  20 min später wird die 4. Pause eingelegt, Außentemperatur 15 Grad Celsius, alle beschweren sich, weil es nicht regnet (kannten die Leute gar nicht mehr ohne Regen - wie eine Erinnerung an längst vergangene Tage). Ich war überrascht, zu sehen, dass die Sonne noch existiert hatte, sie ist schon seit einer ganzen Weile nicht gesehen. Die Trockenheit, verbunden mit dem Staub in der Luft, machte auch vielen zu schaffen. 6:15 Uhr – Fahrerwechsel - jetzt geht’s weiter mit Kieskutscher Max. Es läuft dann auch das 5. Mal „Sweet Caroline“. 7:50 Uhr - Ankunft auf dem ersten Rastplatz –die restliche km Zahl bis nach Santa Susann 393km; 5. Pause. endlich Frühstück. 8:50 Uhr - jetzt geht´s weiter nach einem kurzen Plausch mit den Bayernfreunden aus dem Westallgäu, die wir getroffen haben, die ohne Zweifel eine tolle Idee hatten, mit einem Weißwurstfrühstück am Strand von Lloret del mar. 10:46 Uhr - die 6. Pause mit einer tollen Brotzeit bei mittlerweile 25°C -  Sommerfeeling kurz vor Spanien. 11:35 Uhr - Weiterfahrt – die letzte Etappe bei der Tour de France nach einer zünfigen Brotzeit, die von Karin einwandfrei organisiert wurde. Weiter geht’s  - jetzt fährt übrigens wieder Karl-Heinz bis zum Ende unserer Etappe.

Nach einer langen Fahrt durch Frankreich passieren wir um ca 12:51 die Grenze nach Spanien. Den nächsten Höhepunkt gab es dann um 14:10 Uhr. Wir fuhren durch eine lange Straßenstrichparade, mind. 10-15 Mädels am Straßenrand, teilweise schöne Damen aber auch welche, für die ich nicht mal Geld nehmen würde. Die hintere Reihe vermisst förmlich das Lied „Sweet Caroline“, da sie es gerade singen. Ankunft in Santa Susann um ca. 14:25 Uhr.  Wir haben jetzt ca. 1250 km hinter uns, leider haben wir uns einmal verfahren, das wohl eher den französich unübersichtlichen Straßen geschuldet, in der Stadt, die uns im Halbfinale freies Geleit gewährt hat.

Tagesbericht von SS (Santa Susann): Nach der Zimmervergabe im Hotel „sirius“, wo ich sagen muss, dass es sehr gut geklappt hat. Mit der Aufteilung ging es für ca. ein Drittel der Geselsschaft an den Strand, wer jetzt gedacht hatte, ja wir schauen uns den Strand und die Stadt an, hatte sich geirrt. 10 Meter über den Sand in eine alte Strandbar. Es waren auch ca. 20 Bayernfans da, die den Weg ans kalte Bier schneller gefunden haben. Ein paar von der Gruppe haben sogar das Meer aufgesucht, da kann ich mich nicht mit zählen, war mit meinem Bier beschäftigt, nicht dass es warm wird. Dann hatten die Bayernfreunde die Ehre Louis van Gaal kennen zu lernen, der uns dankender Weise die Meisterrede nochmal erzählt hat, weil wir nicht live in München waren. Die Biere waren dann alle irgendwann mal leer, dann ging es zum Abendessen, der eine mit kurzer Hose und barfuss,  die anderen mit FlipFlops, alles nicht erlaubt(aber das Essen vom Buffet war hervorragend). Umziehen -  lange Hose an und am besten geschlossene Schuhe - wir hatten wohl ein gehobenes Hotel gefunden. Nach dem Essen zogen wir  nochmal los in die Stadt. Weit sind wir leider wieder nicht gekommen - nach 50 Meter kam ne kleine Bühne mit live Musik, also gleich hingesetzt Sangria, Pina Colada, und ein bisschen Fischwasser getrunken. Leider war die Gruppe nach dem Abendessen getrennt, darum kann ich nur von einem Teil der Gruppe berichten. Die anderen haben eine Disco in der Nähe gefunden und waren bis zur Abfahrt am nächsten Tag beim Dancen.

Abfahrt am nächsten Tag um 5:35 Richtung Dorfclubstadion ESTADIO SANTIAGO BERNABEU. Um 7:25 hab ich einen so geilen Spruch vernommen vom Großunternehmer Schuster, der nach einer arg durchzechten Nacht ein Bier aufmachte und meine „Jetzt zeig ich meinem Körper, wer der Herr im Haus ist.“  Um 7:50 Uhr stand dann mal wieder eine Pause auf dem Programm. Auf dem Rastplatz hatten es sich schon andere Fanclubs gemütlich gemacht, unter anderem der Fanclub aus Waging am See, der den kompletten Weg nach Madrid durchgefahren ist. Auch ihren zusätzlichen Busfahrer haben sie nach Barcelona einfliegen lassen. 8:15 Uhr – Ende der Pause und nächste Ansprache von RS hatte sich jetzt schon wieder kurz gehalten, vielleicht liegt es ja nur an Anja, vermisse schon seine langen Auschweifungen. 9:30 Uhr Restkilometerzahl 381 -  die Stimmung im Bus ist aufgeheitert, aber sehr ruhig. Vielleicht liegt es ja an dem gestrigen Abend, der doch sehr flüssig war, oder wie bei Rio die Aufregung vor dem Spiel. 10:10 Uhr - Pause mit dem selben Bayernbus aus Waging. 11:00 Uhr - jetzt geht’s los, also bei mir persönlich geht das Kribbeln im Bauch los. 12:12 Uhr - Sweet Caroline (7) 13:10 Uhr - 24°C letzter halt vor Madrid JETZT GEHT’S LOS Sweet Caroline (8); es sind nur noch 100 km bis nach Madrid. Jetzt läuft noch schnell „Sweet Caroline (9) (10) und dann sind wir da – es ist 15 Uhr,  das Stadion haben wir auch gleich gefunden.

0:56 Abfahrt nach Hause - naja zumindest mal Richtung Nord-Osten. Hinweis zum Spiel - leider entäuschend, aber die Stimmung war genial. SÜDKURVE IMMER WEITER FORCA FCB. 4:15 Uhr - Pause 8:00 Uhr - der Bus hat die Niederlage verdaut. Ich muss der Vorstandschaft natürlich auf diesem Weg nochmal ans Herz legen, eine Vorstandssitzung einzuberufen, denn Herr HP aus B muss wegen vereinsschädigender Tatsachen aus dem Verein ausgeschlossen werden.

18:45 Uhr Abfahrt in Lloret del mar. Der Tag am Urlaubsort war am Anfang traurig,  ruhig und müde, gegen Ende fühlte es sich wie viel zu kurzer Urlaub an der Sonne, machte am Anfang ne kurze Pause, um am Ende noch mal richtig Gas zu geben. Am Ende des Tages ging nochmal das Gerücht eines nicht gegebenen Elfers rum, dass ich von hier aus nicht bestätigen kann.

12:25 Uhr - Ankunft in Mindelheim, zwei Drittel mit geschwollenen Knöcheln vom langen Sitzen. Mir bleibt jetzt nur noch zu sagen, dass ich froh bin mit einer so geilen Gruppe so ein riesen Erlebnis erleben durfte und hoffe natürlich, dass beim nächsten Finale, egal wann, alle wieder dabei sind, bei Herr HP aus B. muss man die Sitzung noch abwarten.

 

Ende des Logbuchs „Mission Madrid !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!